Lesung zum Gedenken an Eva Sternheim-Peters im Rahmen der Aktion „Worldwide Reading for the Dead of the Corona Pandemic“ des Internationalen Literaturfestivals Berlin

Eva Sternheim-Peters war in ihrem über 90-jährigen Leben vieles: in der Jugend eine überzeugte Nationalsozialistin, später Historikerin, Germanistin, Autorin des Buches „Habe ich denn allein gejubelt? – eine Jugend im Nationalsozialismus“, Flüchtlingshelferin und zuletzt eine Zeitzeugin, die sich durch Lesungen und Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern vehement gegen Antisemitismus und Rassismus einsetzte. Am Ostermontag 2020 ist die auch im hohen Alter noch aktive und gesunde Autorin einer Infektion mit Covid-19 erlegen. Als eines der ersten von über 90.000 deutschen Opfern der Corona-Pandemie.

Die Journalistin Eva-Lena Lörzer hat einen persönlichen Nachruf auf Eva Sternheim-Peters geschrieben. Auf eine Frau, die ihre Gesinnung in der Jugend so sehr bereut hat, dass sie die folgenden 70 Jahre ihres Lebens der Wiedergutmachung ihrer persönlichen Schuld gewidmet hat. Einer Aufklärung darüber, wie schnell aus „Nie wieder!“ ein „Man wird doch wohl noch sagen dürfen“ werden kann. Zu ihren Ehren wird Eva-Lena Lörzer nach einem kurzen persönlichen Nachruf auf Eva-Sternheim-Peters gemeinsam mit der Autorin Isobel Markus Auszüge aus „Habe ich denn allein gejubelt? – eine Jugend im Nationalsozialismus“ lesen. Der Eintritt ist frei. Das Charlottchen freut sich über Getränke- und Essensbestellungen. Aus Corona-Gründen wird um schriftliche Voranmeldung bis einschließlich 4. September, 20 Uhr an die E-Mail-Adresse gedenkenanevasternheimpeters@gmail.com gebeten. Bitte geben Sie in der E-Mail die Personenanzahl an, damit die Stühle gemäß der aktuellen Corona-Verordnung nach „Haushalten“ aufgestellt werden können. Der Zutritt zur Lesung ist nur für Genesene, Geimpfte oder Getestete möglich. Ein Nachweis ist vorzulegen.

Zu den Mitwirkenden:

Eva-Lena Lörzer ist freie Journalistin und schreibt hauptsächlich Reportagen, Portraits und Berliner Szenen für die taz. Sie hat Eva Sternheim-Peters im Jahr 2015 im Rahmen eines Portraits für die WeLT kennengelernt und stand bis zu ihrem Tod mit ihr in Kontakt.

Isobel Markus ist freie Autorin und wirkt bei Kunst- und Fotografie-Projekten mit. Ihre Kurzgeschichten wurden in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Sie schreibt Miniaturen für die berliner szenen und die Kolumne berlin viral der taz. In der Lettrétage Berlin veranstaltet sie regelmäßig Salonabende. Unter dem Namen „Berliner Salonage“ stellt sie Künstler*innen verschiedener Genres vor und regt zu einem Austausch mit dem Publikum an. Ihr erstes Buch „Stadt der ausgefallenen Leuchtbuchstaben“ ist Ende Juli im Quintus-Verlag erschienen. www.isobelmarkus.de

Eintritt frei

 

Datum

05 Sep 2021
Vorbei!

Uhrzeit

19:00

Lokale Uhrzeit

  • Zeitzone: Europe/Berlin
  • Datum: 05 Sep 2021
  • Zeit: 19:00
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Theaterpreise & Karten

Preise für das Abendprogramm
Pro Person: 16,- Euro
Ermäßigt: 12,- Euro

Preise für das Kindertheater
Pro Person: 7,- Euro
TdS-Gutscheine: 5,50 Euro

Ihre Karten erhalten Sie an der Abendkasse und können telefonisch vorbestellt werden.
Telefon: 030 / 324 38 29 (Theater AB)
oder 030 / 324 47 17 (Restaurant)

Gruppengutscheine sind beim Jugendkulturservice erhältlich.
Telefon: 030 / 23 55 620

Theaterleitung Nadia Panknin
E-Mail:
n.panknin@mosaik-berlin.de

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